Sonntag, Jänner 28, 2007

Trunkenbold-Cluedo



An manchen Abenden verspürt der Mensch Sehnsucht nach sozialen Kontakten.
Wenn dann die herbeorderten Zeitgenossen eine Stunde später als vereinbart eintrudeln, befinden sich unter ihnen auch immer ein - zwei Trunkenbolde, die einem beim Cluedo spielen unaufgefordert Rufzeichen in die eifersüchtig gehüteten Lieblingsbücher schmieren.

Der mystische Euleneuro



Nur wenige wissen von seiner Existenz obwohl er in einer Auflage von 122 Millionen Exemplaren geprägt wurde.
Ich gebe hiermit bekannt, 4 Stück der mystischen Euleneuro-Münze zu besitzen. Gibt es sonst noch Menschen, die dieses numismatische Meisterwerk sammeln?
Man weiß es nicht.

Hier noch einige Zusatzinformationen, die sicher alle brennend interessieren werden:
Der Entwurf stammt von Georgios Stamatopoulos.
Die Münze ist 7,50 Gramm schwer und hat einen Durchmesser von 23,25 mm.

Mittwoch, Jänner 24, 2007

Wolfgang Fussgänger



Disclaimer: Die hier portraitierte Person hat mit dem realen Wolfgang Fussgänger, dessen Schild ich photographiert habe, in keinster Weise etwas zu tun.
(Nur für den Fall, dass mir der Teufel übel mitspielt und der fade Buchhalter meinen Blog findet.)

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Wolfgang Fussgänger war ein armer Wurm.

Durch seinen Beruf seelisch verkrüppelt und Bandscheibengeschädigt, fristete er ein Leben ständigen Zuspätkommens und amöboider Fortbewegung. Seine Kollegen, die alle Automobile* fuhren, so dick wie ihre Bankkonten, hießen ihn deswegen (und wegen seines Aussehens) nur noch Amöben-Wolfi.

Eines Tages jedoch sollte sich sein Leben schlagartig ändern.

Bei Männern kann das ja auf drei Arten geschehen: man lernt eine Frau kennen, erfindet ein neues Deodorant mit Pfirsichgeschmack, das auch als Brotaufstrich taugt/findet die Weltformel oder man stirbt.
Bei Wolfgang Fussgänger traf zum Glück ersteres zu.
Die Angebetete hieß Helge Busfahrerin und war aus der Lohnverrechnungsabteilung.
Vom vielen Busfahren hatte sie ganz dicke Beine, aber das war Amöben-Wolfi egal, solange sich alle Einbuchtungen und Ausbeulungen an der rechten Körperstelle befanden.

Nun begann eine rasante Zeit für Wolfgang Fussgänger: einsteigen – Ticket lösen – aussteigen. Wie Zeitreisen kamen ihm solche Busfahrten immer vor, die dralle Helga an seiner Seite, die Welt klein.

Doch die guten Zeiten konnten nicht ewig dauern.
Spätestens als er Helga beim Flirten mit Horst Zugfahrer erwischte, wurde ihm das bewusst. „Helga und Horst“, das klingt viel besser als „Helga und Wolfgang“, dachte er betrübt. „Alleine deswegen hätte es nicht lange gut gehen können. Auch hat der Horst einen viel geileren Arsch als ich!“
Und Züge konnte er ihr nun wirklich nicht bieten. 100 km/h, 150 km/h, alleine beim Gedanken an diese astronomischen Vektoren wurde ihm speiübel.
Als fader Buchhalter (es muss hier schon fast vom Phänomen Buchhalter gesprochen werden) hält man eben solch ein Wagnis leider nicht aus.

So kam es wie es kommen musste. Helga Busfahrerin brannte mit Horst Zugfahrer durch und hieß bald darauf Helga Zugfahrer, womit sie ihren Radius zwar nicht um eine Zehnerpotenz erweiterte (dies sollte ihr erst mit Leopold Fluggast gelingen), aber doch verdoppelte oder gar verdreifachte.

Und was geschah mit Wolfgang Fussgänger?

Dieser blieb ein wenig seelisch verkrüppelter zurück, als zuvor, fand jedoch später noch zu Glück und Reichtum (natürlich macht Geld glücklich***) indem er ein neues Deodorant mit Pfirsichgeschmack erfand, das auch als Brotaufstrich taugte.

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*Besonders beliebt bei den Wirtschaftstreuhändern und Steuerberatern war und ist ja der Audi. Es gibt gewissen Statistiken die belegen, dass diese Automarke eigentlich nur von der Volksgruppe der Wirtschaftstreuhänder und Steuerberater käuflich erworben wird (gestohlen wird sie gewöhnlich von Dieben).

Zugegebenermaßen werden diese Statistiken aber mit schmierenden Kugelschreibern auf, mit Fettflecken übersäten Zeitungsrändern erstellt. Vielleicht sogar noch von Menschen ohne Taschenrechner, mit zwei gebrochenen Händen und einer Augenklappe. Obwohl man ja durch eine Augenklappen nicht unbedingt am Erstellen von Statistiken gehindert wird. Auch müssen sich schmierende Kugelschreiber nicht negativ auswirken, es wird aber in diesem Fall davon ausgegangen. Vielleicht sollte man auch nicht von einer „Volksgruppe der Wirtschaftstreuhänder und Steuerberater“ sprechen.

Egal, auf was ich eigentlich hinauswollte: Der Audi hat ja früher Horch geheißen. Nun klingt Horch aber nicht so toll, weswegen man den Namen einfach ins Lateinische übersetzt hat. Für Menschen, die nie in den Genuss einer humanistischen Bildung gekommen sind (meine war auch nur kurz und in einem Teilbereichen** von Fünfern gepflastert): Hören heißt auf Latein audire, der Imperativ davon ist, richtig, audi.

Eigentlich hätte ich auf den, unter dem Asterisk aufgeführten Absatz gut verzichten können, da er nur dazu dient, den Autor als besonders gebildet und weltmännisch erscheinen zu lassen. Verzichten wollte ich jedoch auf keinen Fall.
(Aus demselben Grund steht da auch Asterisk und nicht Sternchen.)

**Diese Teilbereich war Latein.
Die Audi–Horch-Geschichte wurde einmal von unserem Lehrer im Lateinunterricht gebracht. So zählt audire zu den wenigen Vokabeln dieser Gott sei Dank toten Sprache, die ich mir gemerkt habe.

***Reiche behaupten nur, dass Geld alleine nicht glücklich macht, weil sie sonst vom Pöbel mit Mistgabeln und Fackeln drangsaliert werden. Und das wollen sie nicht.

Montag, Jänner 22, 2007

Guestbook

Seit heute gibt es die Möglichkeit, sich im Guestbook mitzuteilen (schau mal nach links). Ich hoffe du machst davon rege Gebrauch!

Hyazinth Blutwurst´s Töpfereierzeugnis- und Schnittlauxabenteuer, dritter Teil

„Jaja, die Mühsamstraße.

Mein alter Jugendfreund Töpfereierzeugnis 500 b.c. hatte früher dort gewohnt. Natürlich hatte er da noch Horst Müller geheißen. Seinen Namen änderte er erst, nachdem er einige aufsehen erregende Ausgrabungen geleitet hatte und berühmt geworden war.

Als wir beide zu studieren begannen, lebten wir zusammen in der Wohnung in der Mühsamstraße. Schöne Zeiten waren das.
Neu in einer fremden Stadt, Partys, Eichhörncheninnen (oder wie auch immer weibliche Eichhörnchen bei uns Eichhörnchen heißen mögen), Häsinnen, Drogen, der ganze Klamauk halt. Doch an irgendeinem Punkt begann das alles zu kippen, wir entfremdeten uns zusehends. Töpfereierzeugnis 500 b.c. nahm jetzt sein Studium ernst, war verheiratet und zog nur noch selten mit mir um die Häuser.
Für mich jedoch fuhr der Partyzug unaufhörsam weiter. Ich brach mein Studium ab, wurde vom Hobby- zum Berufsalkoholiker und begann mich durch Eurasien zu feiern.

Du wirst also verstehen, dass ich einigermaßen irritiert war, nach fünf Jahren plötzlich wieder in der Mühsamstraße zu stehen. Zerstreut wankte ich zu unserem alten Wohnblock und tatsächlich, der Name Töpfereierzeugnis 500 b. c. stand neben einer Klingel.
Viel irritierter als ich aber war Töpfereierzeugnis 500 b. c. als er die Türe öffnete.
Nach stundenlangen Gesprächen und einem deftigen Gelage teilte ich ihm mit, dass ich für einige Zeit bei ihm wohnen würde. Nur lange genug, um wieder auf die Beine zu kommen. Töpfereierzeugnis 500 b. c. willigte ohne langes zögern ein und so ließ ich mich in seinem Arbeitszimmer nieder.
Hätte er gewusst, was da auf ihn zukam, hätte er mich bestimmt hochkant wieder hinausgeworfen oder zumindest das Manuskript verschwinden lassen.

Sein Sohn Töpfereierzeugnis 400 b. c. war damals noch ganz klein. Ein liebes Kind übrigens. Er nannte mich immer Onkel Hyazinth.

Wo war ich? Ah ja, das Manuskript!

Töpfereierzeugnis 500 b. c. hatte einige seiner archäologischen Abenteuer in Drehbuchform niedergeschrieben und plante das Manuskript an den Bayrischen Rundfunk zu verkaufen.
Und das lag da einfach so auf dem Schreibtisch herum.
Und so kam ich wieder „auf die Beine“. Ich verschwand in Nacht und Nebel, das Geschriebene unter den ungewaschenen Arm geklemmt. Bevor Töpfereierzeugnis 500 b. c. begriff, was eigentlich los war, hatte ich das Drehbuch schon einem alten Saufkumpanen verkauft. Du hast vielleicht schon einmal seinen Namen gehört, George Lucas.

Die Filme sind ganz gut geworden, leider hat der Protagonist den Saublöden Namen Indiana Jones erhalten.
Ich persönlich fände „
Töpfereierzeugnis 500 b. c. und der Tempel des Todes“ viel besser. Aber naja, auf mich wollte der Depp ja nicht hören.

Jedenfalls versetzte, wie ich später hörte, die ganze Sache Töpfereierzeugnis 500 b. c. einen ziemlichen Schlag. Wenige Wochen später brach er zu einer Ausgrabung nach Südamerika auf, von der er nie wieder zurückkehrte.
Manche sagen er hätte sich in Tenochtitlan reich gesoffen, andere er habe im Dschungel eine Rasse von Supermutanten gezüchtet, um die Weltherrschaft an sich zu reißen.
Lange Rede, kurzer Sinn: An seinem 18 Geburtstag schwor sein Sohn Töpfereierzeugnis 400 b. c. ewige Rache für das Verschwinden seines Vaters zu nehmen!

Irgendwie muss ich dem kleinen Racker den Hals umdrehen, bevor er selbiges bei mir versucht. Ich kann doch auf dich zählen?“

„Natürlich, kein Problem.“

Freitag, Dezember 15, 2006

Rettet Hyazinth Blutwurst



(Quelle: Wikipedia: Jaap Folmer; Darkone)

Ende des 19. Jh. wurden erstmals Grauhörnchen nach England eingeführt, mit dem Erfolg, dass das heimische Europäische Eichhörnchen bis heute in GB weitgehend zurückgedrängt wurde.
Auch in Italien fand eine starke Ausbreitung des Grauhörnchens statt, nachdem es 1948 bei Turin ausgesetzt wurde. Mitte der 90er Jahre wurden erfolgreich Methoden zur Ausrottung in einem Testgebiet erprobt, jedoch verhinderten Naturschützer die Durchführung der Kampagne.
Mittelfristig wird das Grauhörnchen in großen Teilen Europas das Eichhörnchen verdrängen…

…sollten wir es nicht aufhalten.

Also wenn du nächstes Mal ein Grauhörnchen siehst, hohl die Schaufel aus der Garage und immer feste drauf. Du kannst mit deinen Freunden auch ein lustiges Spiel daraus machen. Wenn du mit einer Schaufel noch nicht richtig umgehen kannst, frag doch deine Mama oder deinen Papa ob sie dir helfen.


Ein kleiner Tipp noch für die kalte Jahreszeit: Auch Schneeschaufeln eignen sich prima zum Erschlagen von Grauhörnchen.

Donnerstag, Dezember 14, 2006

Gummigesichter

Im Nachhinein möchte ich mich zutiefst für die erfolglose Reihe "Gummigesicht" entschuldigen und hiermit bekanntgeben, daß ich mich schäme.

Hyazinth Blutwurst´s Töpfereierzeugnis- und Schnittlauxabenteuer, zweiter Teil

Hyazinth´s Geschichte:

"Rück näher, mein alter Freund und lass dir eine Geschichte erzählen.

Lange bevor ich das Vergnügen hatte, deine werte Bekanntschaft zu machen, war ich ein völlig anderes Eichhörnchen! Tage und Nächte verbrachte ich in der seligen Umarmung von König Alkohol, keinen Beruf, keine Pflichten, keine Zukunft.
So trieb ich mit Barbekanntschaften und Saufkumpanen durch die Zeit und die Straßen Europas. War in der Runde meist selbst der größte Abschaum. Einmal kam ich sogar am Fuße der Freiheitsstatue erst wieder zur Besinnung.
Meinen Unterhalt bestritt ich mit Ladendiebstahl und anderen Gaunereien. Ich war damals eben noch nicht der fröhliche und gutmütige Geselle, den du heute kennst."

An dieser Stelle nahm er einen großen Schluck von seiner Halben Tequilla.

"Nachdem ich lange Zeit so gelebt hatte, kehrte ich in meine Heimat zurück. Kein Groschen mehr war in meinem Portemonnai anzutreffen, meine linke Niere hatte ich fürs Ticket am Bahnhofsschalter zurücklassen müssen. Meine Leber hätte wohl keiner gewollt, obwohl die wirklich schon unter „harte“ Währung gefallen wäre! Haha.

Entfremdet taumelte ich durch die ehemals vertrauten Straßen. Alles wirkte grell und unwirklich und bevor ich wirklich begreifen konnte, wohin mich meine müden Beine trugen, stand ich plötzlich in der Mühsamstraße."

Mittwoch, September 27, 2006

robotron K 8924



Selbst für heutige Standards noch ein Stück high-end Technologie.
All hail to the robotron

Dienstag, September 19, 2006

Montag, September 18, 2006

Apfelweinfluß


Ein träger Nachmittag am Wienfluß.
Da kann es schon einmal passieren, daß mediterrane Lebenslust in einem aufkeimt.
Diese wird oft noch durch faulende Äpfel unterstrichen.
Und so klingt der obrige Absatz als Haiku:

Wienfluß ist super
Ist fast wie am Mittelmeer
mit Äpfeln im HzwO

Sonntag, September 17, 2006

Immer Ärger mit dem steinernen Franz


Im Barockoko-Beeren Rausch macht der steinerne Franz manchmal unüberlegte Sachen.
Trivia: Der steinerne Franz hat auf jede Frage eine dumme Antwort parat. Führende Wissenschaftler glauben daher, daß sich die Expansion des Universums umkehren würde, sollten der steinerne Franz und der ?-Kaktus einmal aufeinander treffen.

Mittwoch, September 13, 2006

Sonntag, September 10, 2006

Attraktive Riesin auf Schloss Sans Souci


Eine augenschmeichelnde Abwechslung zu den ansonsten nicht unbedingt schönen Riesen gilt es noch bis Ende September in Berlin zu besichtigen! Zusätzlich stellt das Schloß Sans Souci seine Kollektion zahlreicher Zwerge in allen Farben und Schattierungen zur Schau.

Samstag, September 09, 2006

?


Man hat besser ein paar Antworten parat, wenn man vor den mächtigen Fragezeichen-Kaktus tritt.

Samstag, August 12, 2006

Schnappschuss von Töpfereierzeugnis 400 b.c.


Bevor der Strom ausfiel, konnte ich noch schnell ein Polaroid von der Gestalt am Fenster machen. Als ich es Hyazinth zeigte, begann dieser panisch zu schreien und sperrte sich sofort in ein schweizer Bankschließfach ein, aus dem er drei Tage später von Feuerwehrmännern herausgeschnitten werden mußte. Dann erzählte er mir eine unglaubliche Geschichte...

Mittwoch, August 02, 2006

Hyazinth Blutwurst´s Töpfereierzeugnis- und Schnittlauxabenteuer, erster Teil

„Oh mein Gott, ich kann meine Beine nicht fühlen. Meine Hände, meine Hände, wo sind meine verdammten Hände? Was ist nur mit mir passiert? Ach ja, richtig. Ich bin ja ein Schnittlauch.“, dachte Schnittlaux der Schnittlauch, als sich plötzlich eine pelzige Pfote aus dem Nichts materialisierte und seinen Gedankengang auf ewig beendete.

Die pelzige Pfote war Eigentum und Lieblingskörperteil des puscheligen Angorahäschens Töpfereierzeugnis 400 b.c., das sich seinen Weg durchs Unterholz bahnte. Es schnüffelte wie von Sinnen, während ihm lustiger Schaum vorm Maul stand. Eine olfaktorische Erregung war in seine Nüstern gelangt, die dort ewig nicht gewesen war. Ein Duft der ihn rasend machte, der Geruch seines Erzfeindes: Hyazinth Blutwurst.

Dieser saß in der Zwischenzeit in unserem Kellerverschlag und synthetisierte Crystal Meth. Ein Schulprojekt, wie er behauptet hatte.

Nachdem Hyazinth den Teclubrenner abgedreht und einige Nasen des Endprodukts gezogen hatte, schlugen wir uns zum Spaße und Zeitvertreib ein wenig mit Bambusstöcken ins Gesicht. Hyazinth drückte gerade den Stock auf die Kehle meines, wehrlos am Boden liegenden Körpers, als ich eine hasige Silhouette im Fenster unseres Verschlages wahrnahm. Schnauben und unterdrückte Wutschreie waren zu hören, dann fiel der Strom aus. Plötzlich war es Totenstill…